Ich war mit insgesammt 3 Klassen und 6 Lehrern in Kiel auf Studienfahrt. Zum Glück sind die Lehrer unserer Schule locker drauf und so stellten sie auch kein Problem da, wenn meine Klassenkameraden mal über die Stränge schlugen. In einer Jugendherberger in Kiel quatierten wir uns ein und schon kurz danach trafen wir uns in einem Tagesraum um über die kommende Woche zu sprechen. Das ist er Unterscshied zwischen einer Klassen- und einer Studienfahrt. Wir sind nicht bloß zum Spaß da, nein man erwartet tatsächlich von uns zu arbeiten. In diesem Fall hieß es Projektfindungphase. Aber ich will jetzt nicht die ganze zeit über arbeit schreiben, sondern lieber den Spaß hervorheben, um den wir hart mit unseren Lehrern geboxt haben. Natürlich hatten sechs Lehrer keine Chance gegen die geballte Ladung von ca. 65 Schülern.
So gingen also die mutigen unter uns in den Hochselgarten. Es war super dort aber etwas wirklich lustiges ist dort nicht passiert.
Dann waren wir noch Bowlen, aber ausgerechnet ich bin in die ruhigste und leistest Gruppe gekommen. Während also um uns herum überall geschrien und gespiffen wurde, spielten wir einfach das Spiel. Das sprach nicht undbedingt für meine Erfolgsbilanzen als alle so in sich gekehrt waren. Nein, im Gegenteil, ich vorlor beide Male haushoch. Mir persönlich machte das nichts, denn es ging ja nur darum, Spaß zu haben, aber die anderen konnten wohl nicht so gut damit umgehen, zu verlieren. Um mich von dieser erdrückenden Atmosphäre zu befreihen, suchte ich mir eine lustige Truppe zusammen und ging mit ihnen Cocktails trinken. Doch während wir da am Tisch saßen und ich versuchte die Atmosphäre zu lockern, ging mir einer meiner Saufkumpanen beinahe an die Gurgel. Anscheinend fand sie meinen witzigen Kommentar über das Aussehen ihres Freundes nicht so lustig wie der Rest von uns. Dabei war das doch nur SPAß! Mensch, Leute werdet mal lockerer, dacht ich mir da nur.
Über den Ausflug nach Laboe fang ich wohl lieber garnicht erst an zu schreiben. Ich kann euch sagen, es war ein großer Reinfall bei solchem Wetter und dazu noch im Herbst an die Ostsee zu fahren.
Am Ende sorgte ich also, wie nicht anders zu erwarten, für Lachanfälle wegen meiner Spontanität. Denn am letzten Abend gingen ein paar von uns runter ans Wasser in die nähe der Brücke die zum Bahnhof Kiel führt. Dort liegt ein kleiner Hafen mit Segelschiffen. Dieser Kombination, aus Wasser und Segelschiffen, konnte ich nicht wiederstehen und so stieg ich die Stufen, die bis ans Wasser führten, runter. Ich wusste nicht das die letzte Stufe so glitschig von Algen sein würde, dafür war es berits zu dunkel, und so fürhrte ich einen Gleichgewichtstanz auf um nicht ins Wasser zu fallen. Ihr könnt euch vorstellen das ich mich anschließend nicht mehr die Treppenstufen hochtraute, doch zum Glück kriegten sich ein paar meiner Klassenkameraden wieder ein und halfen mir über die glitschige Stufe hinweg. Es fiel mir nicht weiter schwer mich von Kiel zu trennen, nachdem ich beinahe unfreiwillig schwimmen gegangen bin. Aber ich muss zugeben, auch ich konnte mich danach vor lachen nicht mehr halten.